Folgender Text ist aus dem Protestschreiben von landmine.de entnommen:
An:
EADS
Diehl Munitionssysteme
Rheinmetall DeTec AG
den Werbebroschüren, Firmen-Publikationen und Fachinformationsquellen ist zu entnehmen, dass auch Ihr Unternehmen an der Entwicklung und/oder Produktion von Streumunition beteiligt war bzw. ist.
Streumunition bzw. Streubomben erzeugen eine hohe Anzahl von Blindgängern, die genau wie Landminen Leib und Leben der Zivilbevölkerung bedrohen und den Wiederaufbau behindern. Häufig reagieren Streubombenblindgänger sensitiver auf den Kontakt einer Person als die verbotenen Anti-Personenminen.
Streumunitionen wurden schon in mindestens 25 verschiedenen Ländern eingesetzt. Allein in Laos sind seit Ende des Vietnam Krieges mehr als 11.000 Menschen durch Blindgänger von Streubomben verstümmelt oder getötet wurden. Nach Angaben von Human Rights Watch fielen nach dem Golfkrieg 1991 im Irak mehr als 4.000 Zivilisten Streumunitions-blindgängern zum Opfer. Laut UNICEF mussten seit Mai 2003 bereits über 1.000 irakische Kinder aufgrund von Blindgängerexplosionen behandelt werden.
Der beste Weg die Zivilbevölkerung vor einem den Krieg überdauernden Terror zu schützen, ist dafür zu sorgen, ein Verbot dieser Waffen im Rahmen der UN-Abrüstungsverhandlungen und des humanitären Völkerrechts zu etablieren. Das Aktionsbündnis Landmine.de und seine Trägerorganisationen fordern seit 1995 ein solches Verbot.
Forderungen des Aktionsbündnisses Landmine.de
- Ein weltweites Verbot der Entwicklung, der Produktion, des Exports (einschließlich des Technologietransfers) und des Einsatzes aller Landminentypen und minenähnlich wirkender Waffen (z.B. Streumunition).
- Offenlegung aller Forschungsobjekte und Exporte, aller militärischer Einsatzplanungen und aller Lagerbestände von Minen und minenähnlich wirkenden Waffen, einschließlich solcher von Armeen auf ex-territorialem Boden.
- Die nachweisbare Vernichtung aller existierenden Minen und minenähnlich wirkender Waffen
- Die Umwidmung der für die Entwicklung von Minen, minenähnlich wirkender Waffen und deren Verlegesysteme bereitgestellten Gelder zugunsten der Rehabilitation und Entschädigung von Opfern dieser Waffen.
- Eine umfassende Unterstützung der weltweiten Minenräumung und Opferhilfe unter Aufsicht der UNO und der humanitären Hilfsorganisationen durch Finanzierung z.B. eines Fonds zur Räumung von Minen und Blindgängermunition.